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Portrait - Sue Giers

Portrait - Sue Giers
on Friday, June 7, 2019 by

Wenn Sue Giers ausnahmsweise mal nicht zur Fashion Week kommt, zittert die deutsche Modebranche. Dieser Ruf eilt einem nach, wenn man eine der stilvollsten und vor allem bekanntesten Trendsetterinnen Deutschlands ist. Und das ist Sue Giers. Die gebürtige Wolfsburgerin arbeitete fürs Fernsehen, bevor sie sich der Mode widmete. Als Markenbotschafterin von Closed und Inhaberin der Hamburger Boutique Linette machte sich einen Namen.

Und dann ging sie unter die Blogger und gründete das Blogazine “SoSue”. Denn ihr Netzwerk aus Designern, Kreativen und Persönlichkeiten aus der Modeindustrie ist weltumspannend und bietet so die besten Geschichten. Gemeinsam mit ihrem Team berichtet sie deshalb vor allem über Modetrends und die Menschen, die sie machen. Und das mit viel Charme, Kreativität und Stilbewusstsein. So wie Sue eben selbst ist - für uns eine geborene Hēroïne.
 

Du arbeitest schon lange in der Modebranche, bist eng verbandelt mit PR-Agenturen und deutschen Modeikonen. Wolltest du schon immer in dieser Branche arbeiten?

Nein, ich habe vorher als TV-Redakteurin gearbeitet. Mein Schwerpunkt als Journalistin war damals Kino, Celebritys und Lifestyle, da kam ich immer mit Menschen zusammen, die toll angezogen waren oder einen guten Style hatten, das hat mich immer fasziniert. Dadurch wurde Mode immer mehr als ein Hobby. Damals fing ich an Brands zu sammeln und trieb mich in Second Hand-Läden rum, um Vintage-Klamotten zu ergattern. Von der Sammlung profitiere bei SoSUE immer noch. Und durch meine Heirat wurde meine Leidenschaft dann zum Beruf und zur Bestimmung.

Was ist die wichtigste Erfahrung, die du beruflich gesammelt hast?

Wichtig sind mir die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite und die mich inspirieren. Man ist immer nur so gut, wie sein Team, es geht nicht alleine. Das ist nicht nur eine wichtige, sondern auch eine schöne Erfahrung für mich.

Mit “SoSue” hast du nicht nur einen Blog, sondern auch eine Curated Shopping Plattform gegründet. Wie kam die Idee und wie lief deine Gründung ab?
Nur ein Onlineshop war mir zu wenig und nur ein Blog war mir auch zu wenig. Ich wollte gerne beides machen. Hier pochen zwei Herzen in der Brust, die der neugierigen Journalistin und der kreativen Fashionbusiness-Frau.

Ich habe dann mein Netzwerk angeworfen und habe die Idee ein paar Menschen präsentiert und manche habe ich gleich gefragt, ob sie auch Lust hätten mitzumachen. Uns war wichtig, wenn wir schon über schöne Dinge berichten, dann sollen die Leser und Leserinnen auch die Möglichkeit haben, alles auch gleich zu kaufen. Wir haben dann aber auch schnell festgestellt, dass unsere Geschichten zu Designideen immer auch eigene Fashionideen inspirieren. In manchen Redaktionskonferenzen diskutierten wir zum Beispiel über Themen wie Sex oder Reisen und am Ende kommt eine Modeidee dabei heraus. So sind wir dann auch auf die Idee gekommen eigene SoSUE Kreationen zu verkaufen, die wir im Shop neben Designern wie Odeeh, Nobi Talai oder Maison Hēroïne mit anbieten. Erste kleine Erfolge haben uns mutig gemacht, im September wird unsere erste SoSue Kollektion auf den Markt kommen.


Würdest du heute bei der Gründung etwas anders machen?
Nein, ich bin dankbar für die Möglichkeit, dass wir Ideen ausprobieren können und konnten. Man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Diesen Prozess finde ich nach wie vor sehr spannend.

Was würdest du anderen Gründerinnen raten?
Auch, wenn alle dich am Anfang belächeln oder ignorieren, vertraue auf deinen Instinkten und bleib mutig.

Frauen sind im Job manchmal ängstlich oder unterschätzen ihre Fähigkeiten. Hast du einen Tipp für mehr Selbstbewusstsein im Job?
Leider nein. Das ist in der Tat schwierig, auch ich gerate da an meine Grenzen. Ich bin ein sehr sturer Widder und kompensiere Unsicherheit mit „Kopf durch die Wand". Dagegen hilft nur ein tolles Team, das mich bremst oder mich aufbaut. Hier muss jeder seinen eigenen Weg finden.

Was bedeutet Erfolg für dich?
Erfolg bedeutet für mich, wenn SoSUE Kundinnen oder Fans uns schreiben, wie schön sie unsere Mode finden oder dass sie die Geschichten auf unserem Blog toll finden. Menschen eine Freude bereiten, das nenne ich einen Erfolg.

Hast du eine “Goldene Regel” fürs Networking?
Authentisch sein und nicht an die eigenen Vorteile dabei denken. Heute geht es um Kooperation, für mich die wichtigste Säule im Networking. Nur wer die Fähigkeit besitzt, Leute zusammenzubringen und sie zu motivieren, schafft es in Netzwerken. "What goes around comes around“, daran glaube ich ganz fest.

Hast du ein Vorbild?
Ich finde Diane von Fürstenberg sehr bemerkenswert, dass sie aus einem Wickelkleid ein ganzes Unternehmen geschaffen hat, finde ich großartig. Überhaupt gibt es in der Modebranche tolle Frauen, die etwas geschafft haben. Aktuell beobachte ich Victoria Beckham, die von der Sängerin über die Spielerfrau zu einer anerkannten Designerin geworden ist, das war selbst für sie kein einfacher Weg. Chapeau Victoria!

Was ist dir bei deinem Look wichtig?
Er darf nicht durchgestylt wirken, eher lässig und zufällig soll er wirken. Das Tagesoutfit muss mir mühelos von der Hand gehen, ich bin Mutter von drei Kindern, Unternehmerin und habe einen großen Freundeskreis, da habe ich nicht viel Zeit, um über mein Styling nachzudenken.

Was gefällt dir an Maison Hēroïne?
Maison Hēroïne, alleine der Name, da bin ich schon ganz neidisch drauf. Endlich Taschen für uns Frauen, die mitten im Leben stehen, die etwas bewegen und erreichen wollen. Sie ist so untypisch Deutsch, weil es nicht um Pragmatismus oder Aufmachung geht, sondern um Vollendung und Schönheit. Damit macht ihr sie unverwechselbar. Danke, dass ihr da seid.

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